Steigende Fallzahlen bei den Sozialpsychiatrischen Diensten

Im Sozial- und Gesundheitsausschuss am Montag, 5. Oktober, hat die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Gabriele Müller-Trimbusch, einen Bericht zu den steigenden Fallzahlen der Sozialpsychiatrischen Dienste in der Landeshauptstadt vorgestellt.





Kernstück der Sozialpsychiatrischen Versorgung sind die acht Gemeindepsychiatrischen Zentren (GPZ) mit den Funktionsbereichen Sozialpsychiatrischer Dienst, Häusliche psychiatrische Pflege, Ambulant betreutes Wohnen, Tagesstätten/ tagesstrukturierende Maßnahmen, Soziotherapie, Arbeitsprojekte/ Beschäftigungsmöglichkeiten, Gerontopsychiatrische Dienste und Psychiatrische Institutsambulanz. Die GPZ arbeiten in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich eng mit den entsprechenden psychiatrischen Kliniken zusammen.

Insbesondere bei den Sozialpsychiatrischen Diensten stehen einem in den vergangenen Jahren abgesenkten Personalstand kontinuierliche jährliche Fallzahlensteigerungen gegenüber. Durch die Zunahme der Fallzahlen von etwa sieben Prozent jährlich und die Zunahme der Anfragen von fünf Prozent jährlich besteht die Gefahr, dass die Dienste ihren Aufgaben im Hinblick auf die ambulante Basisversorgung nicht mehr gerecht werden. So sind bereits jetzt wöchentliche Kontakte häufig nicht mehr möglich, die Kontaktfrequenz muss verlängert werden, und die Dienste können oft nicht mehr rasch genug reagieren.

Auch für die Gruppe junger psychisch erkrankter Menschen (acht Prozent der Betreuten) und die Kinder psychisch kranker Eltern stehen nicht genügend Kapazitäten zur Verfügung. Gleichzeitig besteht bei diesem Personenkreis erhöhtes Risiko der Dauererkrankung. Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch resümierte: „Die Qualität der sozialpsychiatrischen Versorgung in der Landeshauptstadt steht angesichts der steigenden Fallzahlen und der Entwicklung psychischer Erkrankungen auf dem Spiel. Ziel ist es, die Basisversorgung zu sichern und weiterhin ein Netz der Versorgung aufrechtzuerhalten, das nicht reißen darf.“


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