Eine Arche für das neue Olgahospitals

Das künftige Olgahospital soll kinder- und jugendgerecht gestaltet werden. Daher sind die Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V. und die Landeshauptstadt Stuttgart eine Partnerschaft eingegangen





Der gemeinnützige Verein wird aus Spendenmitteln die besondere thematische Gestaltung des Kinderkrankenhauses finanzieren, die mit diesem Gutachten gefunden wurde. Auslober des Gutachtens waren die Landeshauptstadt Stuttgart, d as Referat Allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser und das Klinikum Stuttgart. Die Jury hatte am 3. Juli entschieden, das Gestaltungs- und Ausstellungsbüro Totems Communication & Architecture zu einer Weiterentwicklung und Vertiefung des Entwurfs aufzufordern. Das Ergebnis wurde dem Auswahlgremium nun am 23. Oktober präsentiert und bestätigt die Entscheidung für das Stuttgarter Gestaltungsbüro.

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, Professor Fritz Auer, Vorsitzender des Preisgerichts, Dr. Stefanie Schuster, Präsidentin des Vorstands der Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V., Klaus-Peter Murawski, Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser, und Dirk Thürnau, Technischer Bürgermeister, haben heute im Rahmen einer Pressekonferenz den Siegerentwurf vorgestellt. Als Sieger geht der Entwurf von Totems Communication & Architecture aus dem Wettbewerb hervor.

Ein durchgehendes Innenraumkonzept

Auf dem Baufeld am Katharinenhospital entsteht bis 2012 der Neubau für das Olgahospital und die Frauenklinik. „Der Neubau ist ein wichtiger Schritt zur Neuordnung des Klinikums“, so Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster. „Damit stärken wir nachhaltig den Gesundheitsstandort Stuttgart und schaffen die Voraussetzung für eine optimale Gesundheitsversorgung – umso mehr als die Zusammenlegung von Olgahospital und Frauenklinik gerade den kleinsten Patienten zugute kommt.“

Am Gutachten für die Innenausstattung hatten sich die Stuttgarter Gestaltungs- und Ausstellungsbüros Atelier Brückner GmbH, Totems Communication & Architecture, Harry Vetter Team und Mori Projects beteiligt. Ihre Aufgabe war, ein thematisch durchgehendes Innenraumkonzept zu entwickeln. Ausgangspunkt in der zentralen Eingangshalle des Olgäle-Neubaus wird eine große „Arche Noah“ sein. Ausgehend davon geht es im Haus auf stehen uns bisher dank Ihnen zur Verfügung. Damit kann das Gestaltungskonzept umgesetzt werden. Allerdings fehlen noch Spenden für weitere Bereiche.“

Der Siegerentwurf


Mit der Arche in der Eingangshalle entwirft das Büro Totems Communication & Architecture ein rettendes Schiff und einen Hoffnungsträger für das neue „Olgäle“. Prägnante Tierfiguren des Animationskünstlers Professor Andreas Hykade bereichern die Arbeit des Teams. Das Urteil der Jury lautete im Juli: „Die erfrischende Grafik mit sympathisch-spielerischen Tiercharakteren als ‚Leitbilder’, die in Verbindung mit einer typischen zugeordneten Farbe jeweils symbolisch einen Erdteil repräsentieren, überzeugt. Mit dem zentralen Ansatz der Arbeit, den ‚Wert und das Gefühl von Vertrauen’ zu vermitteln, wollen die Verfasser gezielt auf die jungen Patienten eingehen.“ Außerdem seien die Grafiken leicht realisierbar und versprächen eine hohe Variabilität und vielfältige Bezüge zu den angrenzenden Funktionsbereichen. „Die Figuren und der ganze Entwurf schaffen eine freundliche und sympathische Atmosphäre in den Innenhöfen, Wartebereichen und Erschließungsfluren des Gebäudes“, so Technikbürgermeister Dirk Thürnau.

Psychologin Stefanie Larson und Architekt Ulrich Henzler vom Büro Totems Communication & Architecture stellten ihren Entwurf vor.

Neubau mit pädagogisch hochwertiger Gestaltung

Ein modernes Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin öffnet sich einer breiten Patientengruppe. Die freundliche und pädagogisch hochwertige Gestaltung und Atmosphäre für die jungen Patienten muss entsprechend angelegt sein und gleichzeitig eine angenehme Atmosphäre für Eltern, Besucher und Mitarbeiter des Hauses schaffen. Das städtische Hochbauamt wird die bauliche Abwicklung in Abstimmung mit der laufenden Neubaumaßnahme für das Olgahospital koordinieren. „Das Klinikum Stuttgart setzt sich in seiner Funktion als städtischer Eigenbetrieb zum Ziel, die über Spenden finanzierte Ausgestaltung im Alltag des Klinikbetriebs mit Leben zu füllen“, so Bürgermeister Klaus-Peter Murawski. „Wichtig ist, dass die jungen Patienten, Eltern, Besucher und Mitarbeiter sich wohl fühlen und eine angenehme Atmosphäre vorfinden. Dieses Ziel hat sich die Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V. in einer Partnerschaft mit der Landeshauptstadt zur Aufgabe gemacht.“

Klaus-Peter Murawski erläuterte das Thema Arche Noah: „Sie ist bereits heute das Sinnbild des Olgahospitals: Auch wenn das kranke Kind allen Ärzten und Schwestern, vor allem auch den Eltern große Sorgen macht, auch wenn ihm – um im Bilder der Arche Noah zu bleiben – das Wasser bis zum Halse steht: Es wird im Olgahospital alles Erdenkliche getan, um die Krankheit des Kindes zu heilen und sein Leiden zu lindern.“ Darüber hinaus sei die Arche aber auch als Spiel- und Tummelplatz für Groß und Klein geeignet.

Neubau Olgahospital und Frauenklinik schreitet voran

Der im Frühjahr 2007 gestartete Neubau von Olgahospital und Frauenklinik soll bis Ende 2012 auf dem Gelände des Katharinenhospitals fertig gestellt sein – mit rund 2.000 Räumen und einer Bruttogeschossfläche von rund 93.000 Quadratmetern. Bis dato sind im Rohbau fast 40 Prozent der Baumasse erstellt. Als erste wichtige Einheit soll bereits zum Jahresbeginn 2010 die Technikzentrale des Neubaus in Betrieb genommen werden und mit einer zukunftsweisenden Technik die energieeffiziente und umweltfreundliche Versorgung des Gesamtstandorts Klinikum Mitte sicherstellen. Im Gebäudeensemble mit einem mehrgeschossigen Sockelbau, auf dem sich sechs versetzt angeordnete Pavillons befinden, werden künftig die insgesamt 385 Betten von Olgahospital und Frauenklinik betrieben. Großzügige Lichthöfe, teils mit Glas überdacht, sorgen für helle Räume. Alle Dachflächen werden mit Blütenstauden, Gras und Kräutern begrünt. Insgesamt wird der Neubau zehn Stockwerke haben, drei davon sind Tiefgeschosse. Die Kosten für das derzeit größte Krankenhaus-Projekt in Baden-Württemberg belaufen sich auf insgesamt rund 270 Millionen



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